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20. Bad Dürkheimer Berglauf über 8,7 km / 510 Hm (15.10 2016)

Beide Favoriten, Jonas Lehmann und Melanie Noll, präsentierten sich in Bestform und gewannen souverän. Mit 33:39 lief Jonas Lehmann sieben Sekunden schneller als bei seiner persönlichen Bestzeit im Jahr 2011. Melanie Noll blieb gerade mal vier Sekunden über ihrem Streckenrekord vom Vorjahr.

Lauter strahlende Gesichter: Die Sieger freuten sich über ihre Top-Ergebnisse und das Veranstalter-Team des Laufclubs mit rund 70 Helfern darüber, dass auch im 20. Jahr wieder einmal alles bestens geklappt hat. Mit 326 Teilnehmern im Ziel lag die Beteiligung deutlich (14 Prozent) höher als im Vorjahr und entsprach den Erwartungen. Denn inbegriffen in der moderaten Startgebühr war zum Jubiläum ein T-Shirt. Und das milde Herbstwetter mit ein paar Sonnenstrahlen trug weiter zum Gelingen bei.

Sieger Jonas Lehmann vom TuS Heltersberg, der mit seinem fünften Sieg nun mit seinem Vereinskollegen Matthias Hecktor gleichzog, ist es mittlerweile gewohnt, einsam vorneweg zu rennen. So auch in diesem Jahr wieder. Dennoch wurde es ein heißes Rennen – gegen die Uhr. Der 27-Jährige, dessen Bestzeit aus dem Jahr 2011 resultiert, als er hinter einem Läufer aus Kenia Zweiter wurde, hatte sich vorgenommen, diesen persönlichen Rekord endlich zu knacken. Das schaffte er nun im Alleingang mit 33:39 Minuten. Sein Langfristziel ist 33:05. Diese beste Zeit nach Thomas Greger lief nämlich Matthias Hecktor im Jahr 2007. Der Streckenrekord von 32:02 Minuten, den Greger in Weltklasseform im Jahr 1999 aufstellte, ist dagegen selbst für einen wie Lehmann kein realistisches Ziel.

Zweiter wurde Alexander Barnsteiner von der LLG Landstuhl, der immer für eine Podiumsplatzierung gut ist – insbesondere wenn die weiteren Spitzenläufer des TuS Heltersberg, den Deutschen Meistern mit der Mannschaft, nicht antreten. Als überraschender Dritter lief der 29-jährige Alexander Kriegel vom LTV Bad Dürkheim ins Ziel. Er ist ein unbeschriebenes Blatt in der Berglaufszene und eher Zehnkämpfer und Mittelstreckler als Langstreckler und Bergläufer. 

Melanie Noll (TSV Annweiler), die amtierende Deutsche Vizemeisterin, hatte bei den Frauen endlich wieder Konkurrenz. Denn mit Tanja Grießbaum (LG Rülzheim) stand eine Läuferin neben ihr an der Startlinie, die im Flachen schneller laufen kann und in diesem Jahr mit hervorragenden Bestzeiten für Aufsehen sorgte. Aber am Berg war dann die 32-jährige Noll doch die deutlich Stärkere. Sie lief bereits als Siebte von allen 326 Teilnehmern ins Ziel und blieb mit hervorragenden 39:35 Minuten nur vier Sekunden über ihrem Streckenrekord vom Vorjahr. In immer noch ausgezeichneten 41:03 folgte die 24-jährige Grießbaum als Zwölfte des Gesamtzieleinlaufs. Benedetta Broggi (Raschiani Triathlon Pavese) komplettierte das Podium als drittschnellste Frau mit 45:02. Die 24 Jahre alte Italienerin ist zur Zeit als Praktikantin in Deutschland.

Mannschaftssiege für TuS Heltersberg und LC Bad Dürkheim
Bei den Männer-Mannschaften waren die Läufer des TuS Heltersberg in der Besetzung Jonas Lehmann, Jürgen Binder und Georg Frank nicht zu schlagen. Der Preis für die zweitbeste Mannschaft ging an den LC Bad Dürkheim (Thomas Weishaar, Carsten Schneehage und Ali Nazari) vor dem Team des TV Kempten (Wolfgang Wäger, Otto Hörmann, Joachim Wilczek).

Bei den Frauen siegte das Team des LC Bad Dürkheim mit Sonja Deiß, Gisela Weishaar und Sandra Weis vor den Teams des 1. FC Kaiserslautern (Martina Metzger, Ute Rösler, Monika Guy) und der LSG Karlsruhe (Ulrike Hoeltz, Julia und Ronja Becker).

27 LC-Läufer holen zehn Podiumsplätze
Vom veranstaltenden Laufclub waren in diesem Jahr 27 Läufer am Start, darunter 8 Frauen. Als schnellste LC-Läufer liefen Thomas Weishaar und Carsten Schneehage nach 41:44 Minuten bzw. 41:48 Minuten ins Ziel am Bismarckturm und platzierten sich auf Rang 16 und 17 im Gesamteinlauf sowie Rang 1 und Rang 3 in ihren Altersklassen M50 bzw. M40. Für Weishaar, der den Geländewechsel nicht mag, war dies seine zweitbeste Zeit auf der Strecke. „Obwohl ich mich in den ebenen bzw. leicht fallenden Streckabschnitten zurückgehalten habe, fehlte es mir im entscheidenden Streckenabschnitt an Kraft“, bilanzierte der 51-Jährige seinen Lauf. Der 41-jährige Schneehage, der die Strecke in früheren Jahren schon mehrfach in 40er Zeiten absolviert hat, war nach frisch überstandener Erkältung und Laufpause zwar mit seinem Lauf voll zufrieden („Ich habe alles gegeben, mehr ging heute nicht, habe mich super gefühlt“), aber nicht mit seiner Zeit („Es hat sich angefühlt wie 39 Minuten, war dann aber 41“).

Als 24. im Gesamteinlauf passierte der 25-jährige Ali Nazari in 43:07 Minuten die Ziellinie, dies reichte allerdings nur für Rang 5 in der mit 20 Läufern besetzten Klasse M20. Bei den Frauen lief die 38-jährige Sonja Deiß nach 48:38 Minuten als neunte Frau ins Ziel und siegte in ihrer Altersklasse W35, gefolgt von Gisela Weishaar (37), die mit 50:42 Minuten fast vier Minuten schneller als vor 3 Jahren und somit hochzufrieden mit ihrer Leistung war, zumal sie auch die steilen Passagen durchlaufen konnte. Sie wurde mit Rang 2 in ihrer Altersklasse W35 belohnt. Auch Sandra Weis (34) konnte sich gegenüber Vorjahr um eine halbe Minute verbessern und platzierte sich mit 51:23 Minuten auf Rang 3 in der mit 10 Teilnehmerinnen besetzten Altersklasse W30.

Weitere Podestplätze erzielten Michael Röper (65), der sich unter 16 Teilnehmern in 53:38 Minuten Rang 3 in der Altersklasse M65 sicherte, Katja Gelbrich (1:00:05 Stunden, Rang 3 von 8 in der Altersklasse W45), Bernd Cöllen (1:02:16 Stunden, Rang 2 in der mit 4 Teilnehmern besetzten Altersklasse M75) sowie die 15 Jahre junge Maeve Mc Auliffe (1:09:57, Rang 3 in der WJU16.) Als ältester Teilnehmer überhaupt erreichte der 81-jährige Ludwig Mesel nach 1:12:33 Stunden das Ziel am Bismarckturm und holte sich den Altersklassensieg. Nach einer urlaubsbedingten Laufpause war er relativ untrainiert lediglich unter dem Motto „Dabeisein ist alles“ angetreten und deutete an, dass dies möglicherweise sein letzter Start beim Bad Dürkheimer Berglauf gewesen sein könnte.

Die übrigen Teilnehmer vom LC platzierten sich wie folgt:
Oliver Wild, 25 Jahre, 45:11 Minuten, Rang 7 MHK; Mohamad Hakim Hazanzi, 19, 46:51 Minuten, Rang 9 MHK; Stefan Jamin, 36, 47:25 Minuten, Rang 7 M35; Harald Tuckermann, 43, 48:06 Minuten Rang 6 M40; Habib Bajat, 30, 48:31 Minuten, Rang 14 M30; Tobias Schäfer, 32, 50:30 Minuten, Rang 15 M30; Michael Wolf, 43, 52:12 Minuten, Rang 9 M40; Sven Stiegler, 33, 54:37 Minuten, Rang 18 M30; Michael Littek, 45, 54:42 Minuten, Rang 29 M45; Gholam Allboje, 59, 54:47 Minuten Rang 13 M55; Farmanullah Wakman, 16, 56:37 Minuten, Rang 6 MJU20, Sarah Schindler, 30, 59:08 Minuten, Rang 5 W30;Rainer Hauer, 66, 1:00:34 Stunden, Rang 9 M65; Marion Schwarz, 58, 1:01:19 Stunden, Rang 6 W55; Gerd Debus, 63, 1:02:46 Stunden, Rang 20 M60; Maria Dieringer, 56, 1:08:40 Stunden, Rang 7 W55. Wolfgang Stahl begleitete den Letzten und wurde als „Besenläufer“ in 1:33:21 Stunden auf Rang 46 in M45 erfasst.

Anlässlich des 20. Jubiläums des Berglaufs wurden bei der abschließenden Siegerehrung all jene Läufer mit einem „Jubiläums-Dubbeglas“ geehrt, die bereits bei der Erstauflage am 18.10.1997 angetreten waren. Vonseiten des Laufclubs waren dies Gerd Debus, der sich in 20 Jahren um lediglich 2 Minuten verschlechtert hatte, Stefan Jamin, Ludwig Mesel sowie Marion Schwarz.

Alle Infos zum Lauf sowie Fotos auf dieser Website unter <link internal-link internen link im aktuellen>

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