19. Bad Dürkheimer Berglauf (17.10.2015)

Lehmann und Noll gewinnen wie erwartet, Melanie Noll krönt ihre überragende Leistung mit Streckenrekord

Beide Favoriten, Jonas Lehmann und Melanie Noll, wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Der 26-Jährige siegte im Alleingang in hervorragender Zeit. In bestechender Form präsentierte sich Melanie Noll. Die 31-Jährige lief in überragender Streckenrekordzeit bereits als Achte ins Ziel.

Ausnahmsweise mal kein warmes sonniges Wetter der Marke „Goldener Oktober“, sondern außergewöhnlich kühle Temperaturen mit etwa sechs Grad im Ziel und ein stark bewölkter Himmel waren die äußeren Bedingungen, die aber die Laufleistungen eher beflügelten als behinderten. Außergewöhnlich einsam verlief das Rennen diesmal für Jonas Lehmann vom TuS Heltersberg, der sich sehr bald von seinen Mitläufern verabschiedete, zum Schluss noch leichtfüßig die Steilstufe am Geiersbrunnen bewältigte und in hervorragenden 33:59 Minuten ins Ziel sprintete. Vier Minuten musste der 26-Jährige warten, bis Max Kirschbaum (LG Ohmbachsee; 37:57 Minuten) und Steffen Denk (TV Groß-Zimmern; 37:58) zusammen am Bismarckturm eintrafen.

Dass Melanie Noll gewinnen würde, daran zweifelte niemand. Die Frage unter Experten war nur: Schafft sie einen neuen Streckenrekord? Denn die 31-Jährige, die wie Lehmann zu den Besten in Deutschland zählt, läuft zur Zeit in brillanter Form. Und die Zuschauer mussten nicht lange warten. Bereits als Achte von allen 285 Teilnehmern lief die Südpfälzerin vom TV Annweiler ins Ziel und unterbot tatsächlich mit überragenden 39:31 Minuten den acht Jahre alten Streckenrekord gleich um 46 Sekunden. In 42:19 folgte Christine Poyet aus Wissembourg vor Jessica Kammerer (TuS Heltersberg), die als dritte Frau das Podium komplettierte.

Ein paar Läufer liefen falsch
Einen kleinen Wermutstropfen musste das Veranstalterteam hinnehmen: Die ansonsten mustergültig präparierte Laufstrecke, die wieder viel Lob bekam, hatte doch eine Schwachstelle. Denn einige Läufer aus dem Vorderfeld bogen bei etwa Kilometer 3,8 falsch ab, fanden auf unterschiedlichen Wegen wieder auf die Laufstrecke zurück und büßten mehr oder weniger Zeit ein. Wie schnell klar wurde, war die Strecke an dieser Stelle nicht so gut und eindeutig gekennzeichnet, wie es die Läufer normalerweise bei dieser Veranstaltung gewohnt sind und wie es auch unser eigener Anspruch ist. Wir bedauern, dass durch diese kleine Nachlässigkeit das sportliche Ergebnis einiger Läufer beeinträchtigt wurde und werden es garantiert im nächsten Jahr besser machen.

18 LC-Läufer holen sechs Podiumsplätze
Vom veranstaltenden Laufclub waren 18 Läufer am Start, darunter vier Frauen. Sechs von ihnen erzielten Treppchen-Platzierungen. Als schnellste LC-Läufer erreichten dicht nacheinander der 50-jährige Thomas Weishaar auf Rang 14 in 41:51 (3. M50 von 52) und der 24-jährige Oliver Wild als 15. in 41:59 Minuten (5. M20 von 17) das Ziel, beide leicht beeinträchtigt durch Erkältungen. Ebenso leicht angeschlagen trat Sabine Rankel an. Die 47-Jährige kam nach 46:28 Minuten auf Rang 53, als 7. Frau (von 66) und Siegerin in der Klasse W45 (von 10) oben an. Sonja Deiß folgte in 47:17 als 10. Frau und Dritte in W35 (von 5). Die 37-Jährige freute sich, dass sie rund drei Minuten schneller war, als im Vorjahr: „Das war mein Wetter, ich mag diese kühlen Temperaturen.“ Ebenfalls Dritte wurde Sandra Weis mit 51:53 Minuten in ihrer Altersklasse W30 (von 9). Die 33-Jährige trat nach gerade erst überstandenem grippalen Infekt nur wegen des Mannschaftsergebnisses an. Das Damenteam aus Rankel, Deiß und Weis kam damit auf den zweiten Platz und wahrte so ihre Chance auf einen Podiumsplatz in der Pokalwertung.

Der 68-jährige Gerhard Fontana lief in 51:38 Minuten als Zweiter aufs Treppchen in der Altersklasse M65 (von 9). Der 80 Jahre alte Ludwig Mesel wurde als ältester Teilnehmer geehrt. Er ließ als 255. des Zieleinlaufs noch 30 Jüngere hinter sich und war in 1:04:34 Stunden der Erste und Einzige in M80. „Es hat mir so einen Spaß gemacht heute“, sagte der fitte Seniorenläufer, nachdem er gut gelaunt die Ziellinie überquert hatte. Er sei betont langsam angegangen und hätte dadurch bis zum Ziel die Kraft gehabt, sein Tempo durchzuhalten. In der Mannschaftswertung belegten die besten drei LC-Männer Weishaar, Wild und Stefan Jamin (49:53; 12. M35 von 17) den vierten Platz (von 17).

Die Übrigen vom LC: Christian Hardardt (48 Jahre; 50:33 Minuten; 16. M45), Dietmar Fischer (55; 50:54; 12. M55), Udo Lutz (47; 51:01; 17. M45), Michael Wolf (42; 51:18; 6. M40), Michael Röper (64; 52:34; 7. M60), Dominic Heckmann (32; 56:39; 11. M30), Steffen Allbach (52; 56:51; 39. M50), Rainer Hauer (65; 58:00, 4. M65), Gerd Debus (62; 59:49, 16. M60), Maria Dieringer (55; 1:03:39, 6. W55). Wolfgang Stahl begleitete als „Besenläufer“ den Letzten.

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Im Wingert bei km 1,2

Am Geiersbrunnen

Kurz vor dem Ziel